Selbstbildnis vor Staffelei

Heinrich Eduard Linde-Walther

Selbstbildnis vor Staffelei

Beschreibung

Der Lübecker Maler Heinrich Eduard Linde-Walther war 1898 nach Berlin übergesiedelt, wo er Wohnung und Atelier in der Steglitzer Straße 32 bezog. Bereits im folgenden Jahr stellte er in der Berliner Secession aus, deren Mitglied er dann 1902 wurde. Regelmäßig präsentierte er seine Kunst auch im renommierten Kunstsalon Cassirer, kehrte aber immer wieder in seine Heimatstadt zurück, um Lübecker Motive zu malen.
Das 1906 entstandene Selbstbildnis zeigt den Künstler im konzentrierten Malprozess. Er stellt hier nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild dar, sondern gibt zugleich einen Einblick in seine Lebens- und Arbeitssituation. Der moderne, impressionistische Maler ist nicht mehr im üppigen Salonatelier des späten 19. Jahrhunderts tätig. Bildmotive sind entsprechend nicht die historische Staffage dieser vergangenen Epoche, sondern das direkte Umfeld des Künstlers. Der scharfe Blick Linde-Walthers verdeutlicht sowohl die genaue Beobachtung der Szenerie als auch den Ernst, mit dem der Maler dieses klassische Motiv des Selbstbildnisses angeht. Die Leinwand, an der er noch arbeitet, ist nun dieselbe, die der Betrachter mit dem „Selbstbildnis vor Staffelei“ vor Augen hat. Eine Verbindung zwischen diesen beiden Realitätsebenen schafft Linde-Walthers Signatur. Das fertige Gemälde signierte er auf der Rückseite der Leinwand des Bildes im Bild.

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