Porträt Bürgermeister Christian Adolph Overbeck

Rudolph Friedrich Carl Suhrlandt

Porträt Bürgermeister Christian Adolph Overbeck
Porträt Bürgermeister Christian Adolph Overbeck
1818
Öl auf Leinwand
84 x 68
Vermächtnis des Senators Theodor Overbeck 1880, nach dem Tod seiner Frau Charlotte 1914 ans Museum am Dom

Beschreibung

Der mecklenburgische Porträtmaler Rudolph Suhrlandt stellt den Lübecker Bürgermeister Christian Adolph Overbeck im repräsentativen Typus des Gelehrtenporträts dar. Mit dem Buch in der Hand und einer an den Betrachter gewandten Geste ist die intellektuelle Ansprache ins Bild gesetzt. Die dezent hinter einem Vorhang verborgenen Bücher als Ausweis von Gelehrsamkeit unterstreichen dies. Als Jurist wurde er zunächst Senator, ab 1814 Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und leitete die Geschicke der Stadt während der napoleonischen Kriege. Christian Adolph Overbeck war im ausgehenden 18. Jahrhundert auch ein vielgelesener Dichter. 1781 erschienen „Frizchens Lieder“ als eine Sammlung von singbaren Kinderliedern. Mozart vertonte daraus das Gedicht „Komm, lieber Mai, und mache“, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Als Vater des Malers Johann Friedrich Overbeck ist er zudem für die Kunstgeschichte bedeutend geworden. Denn von seinem Vater hat der Maler entscheidende intellektuelle Anstöße erhalten und in der langen brieflichen Auseinandersetzung mit ihm seine kritische Position in konfessionellen Fragen formuliert.

Vergleich


Johann Friedrich Overbecks Selbstbildnis hat Ähnlichkeiten mit dem Porträt seines Vaters: Zwei Männer mit Buch in der Hand! Doch während uns Johann Friedrich Overbeck sein Buch, die Bibel, als Leitwerk seiner Kunst präsentiert, will Christian Adolph Overbeck über seine Lektüre wohl mit uns ins Gespräch kommen. Seine Handbewegung scheint das zu besprechende Für und Wider ja bereits aufzuzeigen.

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