Porträt Hildegard Heise
Erich Dummer
Beschreibung
Die hier von Erich Dummer porträtierte Hildegard Heise wurde im Juni 1897 als Tochter des späteren Lübecker Bürgermeisters Dr. Johann Martin Andreas Neumann und seiner Frau Katharine geb. Heddinga in Lübeck geboren. Sie besuchte das Lyzeum, begann 1916 eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und Säuglingspflegerin und arbeitete als Sozialpädagogin in Berlin und Lübeck. 1922 heiratete sie den Direktor des Lübecker Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Carl Georg Heise. Über seine Arbeit kam sie auch zur Fotografie und begann 1928 eine fotografische Ausbildung bei Albert Renger-Patzsch in Bad Harzburg. Auch über die Ausbildung hinaus blieb sie mit Renger-Patzsch verbunden und begleitete ihn unter anderem als Gehilfin auf Reisen. 1929 setzte sie ihre Lehre bei dem Fotografen Hans Finsler auf der Burg Giebichenstein in Halle für einige Monate fort. Nach der Entlassung ihres Mannes 1933, lebte das Ehepaar Heise zunächst in Berlin, bevor es 1945 nach Hamburg zog. Auf ihren zahlreichen In- und Auslandsreisen entstanden verschiedene fotografische Dokumentationen und Landschaftsaufnahmen. Bekannt wurden insbesondere Heises Aufnahmen für die 1931 erschienenen Monografien über Lübecker Orgeln. Zu ihrem Werk gehören auch verschieden Porträtaufnahmen, unter anderem von Ernst Barlach. Die Künstlerin starb 1979 in Hamburg.
