Bildnis Ida Boy-Ed

Max Slevogt

Bildnis Ida Boy-Ed
Bildnis Ida Boy-Ed
1925
Öl auf Leinwand
110,5 x 81
Von Lübecker Kunstfreunden für die Sammlung des Behnhauses in Auftrag gegeben

Beschreibung

Die Autorin und Kritikerin Ida Boy-Ed (1852–1928) gilt als frühe Förderin der schriftstellerischen Arbeit Thomas Manns. Als Auftragswerk für das Behnhaus malte Max Slevogt sie als Dreiviertelfigur in einem Korbsessel sitzend und den Betrachter direkt anblickend. Slevogt brachte mit impressionistischem Pinselduktus das betagte Äußere – ihre faltigen Hände und das hängende Augenlid – ebenso ungeschönt auf die Leinwand, wie er ihre reife und würdevolle Erscheinung – ihre gerade Haltung und den wachen Blick – festhielt. Slevogts moderne Malweise führte allerdings zu Auseinandersetzungen: Familie und Freunde Ida Boy-Eds waren „entsetzt über ihr realistisch wiedergegebenes, schon etwas welkes Alter.“ Die Dargestellte selbst aber stand zu Slevogt und verteidigte das Dauerhafte eines Gemäldes etwa gegenüber der Fotografie. Und tatsächlich liefert das spätimpressionistische Porträt Slevogts bei allem scheinbar spontanen Erfassen einer momenthaften Erscheinung einen zeitlosen künstlerischen Standpunkt von Dauer.

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