Brigitte, stehend

Gerhard Marcks

Brigitte, stehend
Brigitte, stehend
1930
Bronze
Höhe 92 cm
Geschenk der Ferdinand-Möller-Stiftung 2017

Beschreibung

Gerhard Marcks’ Mädchenfigur „Brigitte“, die er nach dem Modell seiner Tochter gestaltete, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Künstler schuf sie 1930, Carl Georg Heise konnte sie 1932 für das Behnhaus erwerben, 1937 wurde sie von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und ging der Lübecker Sammlung verloren. „Brigitte“ wurde von Ferdinand Möller erworben, einem der renommiertesten Händler zeitgenössischer Werke. Von der 1995 in Erinnerung an Ferdinand Möller und seine Verdienste um die Rettung und Durchsetzung expressionistischer Kunst gegründeten Ferdinand-Möller-Stiftung erhielt das Museum die Bronzefigur „Brigitte“ 2011 als Dauerleihgabe. 2017 wurde sie dem Museum geschenkt.
Die Figur erscheint nun beinah wie ein Abbild der bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts: Marcks stellte ein heranwachsendes Mädchen dar, eine Figur, die Übergang verkörpert und Gegensätzliches in sich vereint. Die überlängte Figur, in der sich auch die Tradition gotischer Bildformen spiegelt, zeigt das Mädchen aufrecht, man könnte beinah sagen aufgeschlossen. Mit den verschränkten Armen ist sie aber zugleich verschlossen und hält das Gegenüber auf Abstand. Sie steht fest auf beiden Beinen und behauptet ihren Platz. Die angedeutete Schrittstellung lässt sie aber zugleich auf den Betrachter zugehen. Sie wirkt fragil, fast hilfsbedürftig und ist dabei doch eindrucksvoll und ergreifend.

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