Stillleben mit Hirschkissen und Blumenstrauß

August Macke

Stillleben mit Hirschkissen und Blumenstrauß

Beschreibung

Künstlerfreundschaften spielten auch in der Kunst der klassischen Moderne eine wichtige Rolle und fanden ihren Niederschlag in der Malerei. 1910 hatte August Macke den sieben Jahre älteren Franz Marc kennengelernt und sich daraufhin am Almanach und den Ausstellungen des Blauen Reiters beteiligt. Die Freunde tauschten sich intensiv über ihre künstlerischen Vorstellungen aus. Als „Freundschaftsgeschenk“ erhielt Macke von Marc eine von diesem bemalte, tief gewölbte Kachel, die ihm als Blumenschale diente. Im Stillleben, das einen Ausschnitt der Stube von Mackes Bonner Wohnung zeigt, ist u. a. eben diese Blumenschale zu sehen. Zugleich sind die gemeinsamen künstlerischen Vorbilder in der Malerei unverkennbar: Die leuchtenden Farben und die klaren, vom schwarzen Kontur gefassten Formen verdeutlichen das Vorbild der französischen Fauves. Bilder vor allem von Henri Matisse hatte Macke wohl bei seinem dritten Parisaufenthalt 1909 kennengelernt. Bei einem Besuch des Folkwang-Museums in Hagen Ende 1910 zeigte er sich „entzückt“ von zwei Bildern Matisse‘, wie er an Marc schrieb.
Das Jahr 1911 erhält mit der Gründung des Blauen Reiters eine besondere Bedeutung im Schaffen August Mackes. Schon drei Jahre später endet mit dem Ersten Weltkrieg das Schaffen und auch das Leben August Mackes.

Audio

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Provenienz

1911 - März 1912  August Macke

März 1912 - unbekannt  Gereonsclub, Köln

spätestens 1955 - spätestens September 1955  Herr Dr. Kohllhage, Duisburg

spätestestens September 1955 - Oktober 1956  Galerie Abels, Köln

seit Oktober 1956  Museen für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck

Wer das Gemälde auf der Verlosung im Geronsclub gewonnen hat, ist nicht bekannt. Erst 1955 erschien das Stilleben im Handel. Der letzte Eigentümer soll ein Dr. Kohlhage aus Duisburg gewesen sein. Seine Identiät konnte bislang nicht geklärt werden. Da es unbekannt ist, wo sich das Gemälde im Zeitraum 1933 bis 1945 befand und bislang nicht geklärt werden konnte, wer Herr Kohlhage ist oder wie das Stilleben in seinen Besitz gelangte. Es ist jedoch kein Verdacht auszumachen.

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