Stillleben

Franz Radziwill

Stillleben
Stillleben
1932
Öl auf Holz
63 x 49,5
Erste Erwerbung des Vereins der Freunde für das Museum 1981

Beschreibung

Franz Radziwill zählt zu jenen Malern der klassischen Moderne, deren Kunst stets dem Gegenständlichen verhaftet blieb, die also den Schritt in die Abstraktion nicht gingen. Landschaften und Stillleben sind seine Hauptmotive und vor allem Letztere lassen durchaus erzählerisches Potenzial erkennen. Obwohl Radziwill die Gegenstände seiner Stillleben im Raum arrangierte, erscheinen sie letztlich eher auf der Bildfläche organisiert und abstrahieren dadurch die reale Erscheinungswelt. Durch den engen Ausschnitt, den er hier wählte, sind der hölzerne Tisch, die Bank und die Bretterwand in ihren Raumebenen nur schwer voneinander zu trennen.  Radziwill stellte hier eine gewöhnliche und alltägliche Szene dar. Aufgrund der eigentümlichen Zusammenstellung der Dinge im Raum gewinnt sie aber magische, beinah unheimliche Züge. Die extreme Untersicht auf den gedeckten Tisch, die den Betrachter im Grunde ausschließt, trägt dazu bei. Er schuf so den Widerspruch von „drohend vertrauten Welten“.

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