Sorrent, Marina Piccola

Heinrich Reinhold

Sorrent, Marina Piccola
Sorrent, Marina Piccola
vor 1823
Öl auf Leinwand
24,2 x 33,3
1990 mit Hilfe von spenden Lübecker Bürger erworben

Beschreibung

Es ist eine Inszenierung von eindringlicher Farbigkeit, die uns der Maler präsentiert: pastos aufgetragene, erdige Brauntöne, die von Hellbraun bis ins tiefe Braunrot changieren, kontrastieren mit dem lichterfüllten, intensiven Blau des Himmels und des Meeres. Das abendliche Licht der Sonne, die hinter dem Gebäude versinkt, erhellt mild den steinigen Strand und das ruhige, still liegende Meer. Thema des Bildes, in dessen Zentrum der kubische Bau eines Fischerhauses steht, hinter dem die Zinnen eines Kastells aufragen, ist das einfache Leben der Fischer in Süditalien, die sich auf dem vorgelagerten Strand auf den Fischgang vorzubereiten scheinen. Dargestellt ist jener Küstenabschnitt an der „Marina Piccola“ von Sorrent, dessen pittoresker Anziehungskraft deutsche Maler von Ernst Fries, Johann Heinrich Schilbach bis hin zu Louis Gurlitt und anderen erlegen waren.
Heinrich Reinhold war 1819 nach Rom gekommen und hatte 1820 und 1823 die weitere Umgebung von Neapel besucht. Bereits 1825 an einem Lungenleiden verstorben, darf Reinhold in seinen kleinformatigen Ölgemälden wie dem vorliegenden als bedeutender Wegbereiter der Freilichtmalerei in Deutschland gelten.

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