Orgel mit Krämerchor im Dom zu Lübeck

Gotthardt Kuehl

Orgel mit Krämerchor im Dom zu Lübeck
Orgel mit Krämerchor im Dom zu Lübeck
1911/1913
Öl auf Leinwand
106,4 x 75,5
1915 aus dem Nachlass des Künstlers erworben

Beschreibung

Kuehls Gemälde zeigt den Krämerchor des Lübecker Doms, vor allem aber die berühmte Barockorgel von Arp Schnitger, die während des Bombenangriffs in der Nacht zum Palmsonntag 1942 verbrannte. Wir blicken in den Chor mit dem Instrument rechts und einem barocken Epitaph links, über dem noch der Ausschnitt eines Wandgemäldes sichtbar ist. Den größten Teil des Bildes nimmt jedoch der Orgelprospekt ein. Das extreme Hochformat des Bildes inszeniert die Größe des Instruments, dessen Spielschrank mit den Pfeifen und seinen zahlreichen Dekorationselementen minutiös wiedergegeben ist. Der Maler präsentiert das prächtige Ausstattungsstück in dem ansonsten menschenleeren Dom. Davor stehen ein von einer Gitterschranke umgebenes Taufbecken und ein hoher Kerzenleuchter mit rotem Wappenschmuck. Auffällig ist die ebenso zurückgenommene wie harmonische Farbigkeit, die nur in dem roten Fleck auf dem Kerzenständer einen erkennbaren Fluchtpunkt findet.
Der Lübecker Maler Kuehl schuf mit dem Bild eine Eloge an das berühmte Instrument, das er feierlich inszeniert und dessen Farben gleich der Klangfülle der Orgel ihren Widerhall an den Wänden und auf dem marmornen Fußboden der Kirche finden.

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