Klosterkapelle Klausen

Alexander Kanoldt

Klosterkapelle Klausen
Klosterkapelle Klausen
1911
Öl auf Malpappe
41 x 33
1980 aus dem Nachlass von Hildegard und Carl Georg Heise erworben

Beschreibung

Das Thema „Architektur in der Landschaft“ nimmt neben dem Stillleben einen großen Raum im Werk von Alexander Kanoldt ein. Auf seinen Reisen nach Klausen in Südtirol ließ er sich von den Häusern und Kirchen inmitten der Gebirgslandschaft zu einer Reihe von Bildern inspirieren. Kanoldt reduzierte die Landschaft auf wesentliche Strukturmerkmale. Für die Klosterkapelle, die hoch oben auf dem Berg thront, fand er klare Linien. Der Berg dagegen ist in grobe Flächen gegliedert, die sich wie Schiefergestein übereinander schieben. Schwarze Konturlinien begrenzen die einzelnen Formen, und die großflächig aufgetragenen Farben sind von expressiver Ausdruckskraft. Infolge der Darstellung aus starker Untersicht erscheint die Kapelle in weite Ferne gerückt. Der Blick des Betrachters muss den beschwerlichen Weg über den zerklüfteten Felsen hinauf bis zur Klosterkappelle nehmen. Die exponierte Stellung auf dem Gipfel und die hellen Farben vor dem dunkelblauen Himmel verleihen der Kapelle etwas Feierliches.

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