Josephs Traum

Johann Friedrich Overbeck

Josephs Traum
Josephs Traum
1810
Öl auf Leinwand
22,3 x 23,4
Vermächtnis des Senators Theodor Overbeck 1880, nach dem Tod seiner Frau Charlotte 1914 ans Museum am Dom

Beschreibung

Noch in Wien, kurz vor der Abreise nach Rom, malte Overbeck im Frühjahr 1810 „Josephs Traum“ als Trostbild für seine Schwester Charlotte Leithoff, die ihr erstes Kind verloren hatte. Das Gemälde visualisiert einen Traum und verbindet dazu unterschiedliche Realitätsebenen. Nach Matthäus 2,13 erschien Joseph ein Engel im Traum und forderte ihn auf, sich dem bevorstehenden Kindermord des Herodes durch die Flucht nach Ägypten zu entziehen. Overbeck wollte mit der im Traum geoffenbarten Rettung des Jesusknaben auf die Erlösung des Kindes seiner Schwester anspielen, womit er das persönliche Schicksal in einer biblischen Episode gespiegelt und symbolisch aufgefasst hat. Gerade die Liebe der Gottesmutter zu ihrem Sohn hat Overbeck durch die innige Verbindung von Mutter und Kind angezeigt, die schlafend in der Bettkammer liegen und eine eigene Lichtquelle bilden. Der von übernatürlichem Licht leuchtende Engel schwebt auf einer Wolke herab und zieht den Vorhang beiseite und öffnet den Blick auf die Szene.

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