Gerdakopf dunkel
Ernst Ludwig Kirchner
Beschreibung
Die Lithographie zeigt die Tänzerin Gerda Schilling, Schwester von Kirchners Lebensgefährtin Erna Schilling. Sie ist mit gesenktem Kopf und leerem Blick gezeigt und wirkt müde und erschöpft. Ein Jahr nach Entstehung des Bildes verliert sich ihre Spur und sie stirbt bereits 1923 – noch keine vierzig Jahre alt – an den Spätfolgen der Syphilis.
Der vorliegende Druck zeigt ihr Gesicht, wie der Titel unterstreicht, besonders dunkel. Es ist die letzte und seltenste Variante des Drucks. Carl Georg Heise erwarb das seltene Blatt 1924 fürs Behnhaus, 1937 beschlagnahmten es die Nationalsozialisten aus der Sammlung. Dank der Förderung des Vereins der Freunde der Museen konnte es 2025 für unsere Sammlung zurückerworben werden.
Provenienz
1924 erworben
1937 beschlagnahmt
2025 durch Unterstützung des Vereins der Freunde der Museen im Kunsthandel erworben
