Fuchs vor einer Ruinenmauer im Walde

Carl Gustav Carus

Fuchs vor einer Ruinenmauer im Walde
Fuchs vor einer Ruinenmauer im Walde
1824
Öl auf Leinwand
28,6 x 21,5
Dauerleihgabe der Possehl-Stiftung, 1994 aus süddeutscher Privatsammlung erworben

Beschreibung

Der gotische Spitzbogen ist in der Kunst der Romantik Symbol für das christliche Mittelalter, das der als unvollkommen empfundenen Gegenwart als Vorbild und Sehnsuchtsort dient. Er ist Teil einer Ruine, wodurch zugleich darauf verwiesen ist, dass diese Zeit vergangen und verloren ist. Carus übernimmt dieses Motiv, das auch bei Friedrich immer wieder eine entscheidende Rolle spielt. Statt der romantischen Staffagefigur setzt Carus allerdings den Fuchs, den freien Bewohner des Waldes, ins Bild. Er verbindet also den romantischen Blick in die Vergangenheit mit diesseitsorientierter Naturbetrachtung.





Vergleich


Der Arzt und Maler Carl Gustav Carus und der Maler und Fotograf David Octavius Hill stehen sich in diesen Bildern motivisch ganz nah. Beide wählten den gotischen Spitzbogen einer mittelalterlichen Ruine zum Hauptmotiv ihres Werkes. Als Carus 1844 den sächsischen König Friedrich August II. als dessen Leibarzt auf eine Reise nach England und Schottland begleitete, besuchte er auch das Atelier Hills und begegnete dessen Fotografien. Die Reisegesellschaft ließ sich nun "calotypisch abnehmen" also fotografieren. Leider war, wie Carus festhielt, "der Meister des Ateliers nicht anwesend und ein Gehülfe mußte das Werk leiten, der Erfolg blieb zweifelhaft."

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