Dachrinne in Lübeck (Wakenitzmauer)

Albert Renger-Patzsch

Dachrinne in Lübeck (Wakenitzmauer)
Dachrinne in Lübeck (Wakenitzmauer)
1928
Fotografie, Silbergelatine
29,9 x 40
vom Künstler erworben

Beschreibung

1927 wurde der Lübecker Museumsdirektor Carl Geog Heise auf den Fotografen Albert Renger-Patzsch aufmerksam, präsentierte dessen Arbeiten im Dezember im Behnhaus und beauftragte den Fotografen mit einer Reihe von Lübeckfotos, die 1928 in Buchform veröffentlicht wurden. Im Vorwort schrieb Heise: „Albert Renger-Patzsch […] ist ein Bildkünstler neuen Schlages. Er gibt nicht eine Aufreihung von Sehenswürdigkeiten […], sondern er versucht eine Erziehung zu selbständigem Sehen. Er entdeckt die Stadt mit der Kamera und regt zu neuen, eigenen Entdeckungen an. Das scheinbar Gleichgültige wird ihm wichtig, weil es Typisches aussagt. Das Straßenpflaster, den Türklopfer und die Dachrinne zieht er bewußt in den Kreis seiner Beobachtungen, […] weil das charakteristisch gewählte Teilstück imstande ist, blitzartig das Ganze zu erhellen […].“
Die Fotografie einer Dachrinne erscheint als konsequente Anwendung von Rengers Prinzip der isolierten Detailansicht. Dabei fing er durchaus für Lübeck Typisches ein: Das Kleinteilige, sich giebelförmig Emporstufende setzt das Typische der Lübecker Altstadt ins Bild. In der extremen Untersicht ist auch der zu den Türmen emporgerichtete Blick aufgegriffen. Der klaren Linearität des Motivs stellte Renger-Patzsch mit Licht, Schatten und vor allem den Zwischentönen des Schwarz-Weiß-Abzuges eine malerische Wirkung an die Seite.

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