Stillleben mit Hirschkissen und Blumenstrauß

August Macke

Stillleben mit Hirschkissen und Blumenstrauß
Stillleben mit Hirschkissen und Blumenstrauß
1911
Öl auf Leinwand
46 x 61
1956 mit Hilfe von Spenden im Kunsthandel erworben

Beschreibung

Künstlerfreundschaften spielten auch in der Kunst der klassischen Moderne eine wichtige Rolle und fanden ihren Niederschlag in der Malerei. 1910 hatte August Macke den sieben Jahre älteren Franz Marc kennengelernt und sich daraufhin am Almanach und den Ausstellungen des Blauen Reiters beteiligt. Die Freunde tauschten sich intensiv über ihre künstlerischen Vorstellungen aus. Als „Freundschaftsgeschenk“ erhielt Macke von Marc eine von diesem bemalte, tief gewölbte Kachel, die ihm als Blumenschale diente. Im Stillleben, das einen Ausschnitt der Stube von Mackes Bonner Wohnung zeigt, ist u. a. eben diese Blumenschale zu sehen. Zugleich sind die gemeinsamen künstlerischen Vorbilder in der Malerei unverkennbar: Die leuchtenden Farben und die klaren, vom schwarzen Kontur gefassten Formen verdeutlichen das Vorbild der französischen Fauves. Bilder vor allem von Henri Matisse hatte Macke wohl bei seinem dritten Parisaufenthalt 1909 kennengelernt. Bei einem Besuch des Folkwang-Museums in Hagen Ende 1910 zeigte er sich „entzückt“ von zwei Bildern Matisse‘, wie er an Marc schrieb.
Das Jahr 1911 erhält mit der Gründung des Blauen Reiters eine besondere Bedeutung im Schaffen August Mackes. Schon drei Jahre später endet mit dem Ersten Weltkrieg das Schaffen und auch das Leben August Mackes.

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