Beschreibung

Munch malte in Lübeck nicht ausschließlich im Auftrag Lindes. Einige Werke – Stadtansichten von Lübeck und Travemünde – schuf der Künstler aus eigenem Interesse. In unserem Gemälde sind die Rückseiten der Häuser in der Torstraße bzw. Jahrmarktstraße, schräg gegenüber der Kirche St. Lorenz, sowie deren Gärten, die damals noch bis zur Trave reichten, zu sehen. Das Ocker des Bodens, das Grün des Baumwipfels, das Rot der Backsteinmauern und das Blau des Himmels kombinierte Munch zu einer sehr malerischen Stadtansicht. Das Gemälde, das ganz ohne Figuren auskommt, ist ein anschaulicher Beleg dafür, wie wohl sich Munch während seiner Aufenthalte in Lübeck zwischen 1902 und 1907 fühlte und zu welch „optimistischer“ Malerei er hier angeregt wurde. Munchs glücklichen Erinnerungen an Lübeck ist es schließlich auch zu verdanken, dass das Gemälde in die Sammlung kam. An den Museumsdirektor Carl Georg Heise schrieb Munch im Mai 1932: „Ich habe lange daran gedacht ein Bild von Travemünde an Lübecker Museum für mein Raum zu schenken – Das Bild habe ich lange nicht gefunden gekonnt – Aber jetzt habe ich es zuletzt gefunden. Hoffentlich wird es in Ihre Museum passen. Es soll eine Erinnerung sein an die schöne Tagen ich in Ihrer wundervollen Stadt zugebracht habe und an die Gastfreundschaft und frühe Verständnis für meinen Kunst ich dort gefunden habe.“  Heise antwortete, was einem auch heute noch als Erstes in den Sinn käme: „Ich kann es noch garnicht glauben, was Sie mir am 22. Mai geschrieben haben!“

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